Wasserstoffmobilität – heute schon real, morgen unverzichtbar

Die Mobilität ist weltweit im Wandel. Mit neuen Technologien und Konzepten kann in Zukunft den Umwelt- und Energieanforderungen besser Rechnung getragen werden. Die Vielfalt der aktuellen Lösungsansätze ist gross und reicht vom Verhalten z.B. Car-Sharing, über konkrete technische Lösungen für CO2-freie Mobilitätssysteme (Biogas-, Batterie- und Wasserstoff-Elektromobilität,...) bis hin zu informationstechnischen Revolutionen wie das autonome Fahren.  

Keine Lösung wird bei der Neugestaltung der Mobilität alleine das Rennen machen, sondern es wird ein variabler Mix sein, bei dem sich Vorteile ergänzen und Nachteile anderer kompensiert werden. Bezogen auf die Elektromobilität mit Batterien und Wasserstoff heisst das, dass sich die  Effizienz der reinen Stromtechnologien im Nah- und Kurzstreckenverkehr mit den Vorteilen der Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie im Fernverkehr, Logistik und 24h-Betrieb besonders aufgrund viel kürzerer Betankungszeiten ergänzen werden. Nachteile, wie neulich passiert, als 2 Kunden gleichzeitig ihre Teslas an Schnellladestationen aufluden und daher im Quartier die Spannung zusammenbrach, so dass die Lichter löschten, sind mit Technologien abzufedern, welche eine flexiblere Stromaufnahme haben, respektive genau dann laufen, wenn hoch günstige Stromüberschüsse aus erneuerbaren und anderen Quellen aufgenommen werden müssen. 

Obige Ausführungen zeigen auch, dass für jede Art der Elektromobilität der Infrastrukturaufbau und die Herkunft der Energie wesentlich sind. Nicht nur die Wasserstofftechnologie braucht Tankstellen und H2-Logistik, sondern auch die Netzstrom basierten Lösungen werden einen beachtlichen Ausbau der Netzanlagen erfordern, wenn sie relevante Marktanteile erreichen wollen. Bei diesem Punkt der Gesamtaufwendungen werden die H2-Technologien künftig sogar eher im Vorteil sein, was zeigt, dass auch die Brennstoffzellenfahrzeuge (Fuel Cell Vehicle, kurz FCV) durchaus eine wesentliche Rolle spielen werden. Die FCVs sind bereits heute auf dem Markt erhältlich und in Ländern, welche die Infrastruktur für diese Art der Mobilität bereit machen, auch im Kommen. Genau hier besteht aber noch ein grosses Manko in vielen Europäischen Ländern und im speziellen in der Schweiz. Im Bewusstsein der Entscheidungsträger und Konsumenten ist die Brennstoffzellentechnologie nämlich noch nicht richtig angekommen – ganz im Gegensatz zu den  Batteriefahrzeugen.

Der Green Salon (GS) setzt hier ein Zeichen:  Nachdem beim GS vor zwei Jahren neue umweltfreundliche Energie- und Mobilitätslösungen in ihrer technischen Vielfalt und Vernetzung im Gesamtsystem präsentiert und so die Zusammenhänge dargestellt wurden, liegt der Fokus dieses Jahr auf den Wasserstofffahrzeugen. Der Green Salon will Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft, potentielle Investoren und Schlüssel-Kunden, wie Flottenbetreiber, aber auch die Bevölkerung über diese Fahrzeuge und deren Reife aufklären. Dazu werden dieses Jahr an der "Multi-FCV-Show" die prominentesten Fahrzeug-Exemplare gleich miteinander präsentiert und ein in der Schweiz einzigartiges Drive-In mit verschiedensten Modellen zum Testfahren angeboten. 

Wasserstoffmobilität ist heute schon real und morgen ein unverzichtbar Teil der Lösung, was nach einem sofortigen Start des entsprechenden Infrastrukturaufbaus verlangt. Der Green Salon leistet hier letztlich wichtige Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit um die Hemmschwellen für Projekte zur erforderlichen Know-How-Erarbeitung und für Investitionen zu senken.